KUNST MACHT
SICHTBAR!

Kunst ist das Medium der Zwischenräume, dessen was offen, ungesagt oder auch unausgesprochen ist. Kunst mischt sich ein und öffnet uns die Augen für Fragen, die wir vielleicht noch gar nicht selbst gestellt haben. Künstler*innen sind Seismographen unserer Lebenswirklichkeit, sie können Konflikte ebenso wie Potenziale sichtbar machen, Blickwinkel verändern und Visionen anregen. Deshalb laden wir Künstler*innen verschiedener Länder und weit über die Region hinaus ein, um ausgehend von ihren Werken über Zusammenhänge von Grenzen und Perspektiven nachzudenken. Im Blick auf die gegenwärtigen und zukünftigen weltweiten Herausforderungen begreifen wir dieses Projekt als regionales Labor für einen Diskurs über die Macht, Bedeutung und Auswirkung von Grenzen, auch der Grenzen, die unser Zeitalter ökologisch limitieren. Ziel ist es, den Horizont des Denkbaren zu erweitern.

Neben künstlerischen Interventionen zu den Parlamenten haben wir verschiedene Ausstellungen und ein Land-Art Projekt konzipiert.

Kuratorin: Heike Stockhaus

challenge
Portrait Oliver Auge

Oliver Auge

Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität, Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein.

Die dänisch-deutsche Geschichte war in der Vergangenheit geprägt vom schon sprichwörtlichen Gegen- zum Neben- und nun endlich Miteinander. Die jüngere Gegenwart zeigt aber, dass das erreichte Miteinander kein naturgegebener Dauerzustand sein muss, sondern im Gegenteil immer neu zu hinterfragen, auszutarieren und wiederzubeleben ist. Dabei ist es wichtig, dass die Öffentlichkeit über die Hochs und Tiefs der langen dänisch-deutschen Vergangenheit genau Bescheid weiß, auch um z.B. auf verständliche Befindlichkeiten unserer Nachbarn im Norden angemessen und sensibel reagieren zu können. Im Übrigen zeigt das dänisch-deutsche Beispiel wunderbar, dass Nationalismus egal welcher Couleur nur in sinnloser Konfrontation endet, was es künftig zu verhüten gilt.